Der Verein Zürcher Freiberger-Tag Agasul

Der Verein Zürcher Freiberger-Tag Agasul ist an der Generalversammlung
vom 14. April 2016 aufgelöst worden.

Der Vorstand wurde beauftragt und ermächtigt alle Formalitäten die die Auflösung des Vereins betreffen in die Wege zu leiten und endgültig zu erledigen.

 

Diese Seite und der Link zur Homepage www.freibergertag-agasul.ch bleibt bestehen. Sie wird ergänzt mit Text und Bildern von Freiberger-Tagen.

 

Termine 2016


Samstag/Sonntag, 20./21. August 2016

29. Zürcher Freiberger-Tag Agasul

Der Anlass ist abgesagt!

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Die Sieger im Patrouillenritt 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Der Zürcher Freiberger-Tag Agasul  

 

Aus dem 1988 erstmals durchgeführten familiären Treffen von Freibergerfreunden aus der Region ist ein unvergleichliches Pferdefest geworden, das jährlich zehntausend Fans nach Agasul lockt. Vor dieser eindrücklichen Publikumskulisse messen sich über 200 Teilnehmer im friedlichen Wettkampf, wo Mitmachen immer noch mehr zählt als Siegen. Die Organisation besteht aus einem unterdessen profimässig arbeitenden OK und unzähligen weiteren Freibergerfreunden, die für diesen Anlass viel Freizeit und Energie opfern. Sie werden nur belohnt durch die Freude der Zuschauer, den Einsatz der Teilnehmer und das offensichtliche Vergnügen, das die Freibergerpferde in Agasul an den Tag legen. Und es ist genau dieses Vergnügen, das Alt und Jung gleichermassen in Bann zieht.                               

Die Teilnehmer selbst berappen eine bescheidene Gebühr für  ihre Starts, und allen wird für ihren Einsatz mit Preisen und Ehrengaben  gedankt. Und dass dies auch so bleibt, dafür setzt sich Jakob Näf ein,  der alljährlich seinen Weidhof mit dem wunder-schönen Festgelände zur  Verfügung stellt. Mit diesem Anlass möchte er ein Vorbild geben für ein  friedliches, anständiges und fruchtbares Miteinander von Mensch und  Tier.

 Der Zürcher Freiberger-Tag ist so angelegt, dass sich wirklich alle, auch Jugendliche und Familien dieses Fest leisten können.

> keine Eintrittspreise
> günstige Verpflegung

Damit  der Zürcher Freiberger-Tag ein so einzigartiges, volksnahes  Familienfest bleiben kann, ist er auch weiterhin auf Sponsoren  angewiesen. Und auch für die Sponsoren soll gelten, dass sich ihr  Einsatz auszahlt. Jeder Spender wird im Programmheft aufgeführt und vom Speaker mehrfach erwähnt.

Weitere Leistungen wie Bandenwerbung etc.  können mit dem OK abgesprochen werden. Alle Beiträge kommen voll und  ganz dem Freiberger-Tag zugute - niemand arbeitet gewinnorientiert. Wer  hier sponsert kann sicher sein, einen imagefördernder Auftritt vor einem  grossen Publikum in gut gelaunter Stimmung zu erhalten.

Nutzen Sie Ihre Chance und machen Sie mit. Es lohnt sich bestimmt!

 

Die Prüfungen am Freiberger-Tag
 

Geschicklichkeit Fahren    

Nach einer kurzen Einfahrstrecke im Gelände bestreiten die Teilnehmer einen Fahrparcours mit realitätsnahen Hindernissen wie Bahnschranken, Baustellen und Holzbrücken. Hier beweisen die Freibergerpferde ihre Gelassenheit und Nerven. Und hier sucht man sich das verlässlichste Gespann für die nächste Maiausfahrt - die Wahl fällt allerdings schwer. 


Geschicklichkeit Reiten

Diese Prüfung ist ganz auf die Anforderung der Freizeitreiterei ausgerichtet. Spielerische   Aufgaben wie Slalomreiten, Wassertragen, Bälle werfen, Gräben und Hindernisse überwinden müssen gelöst werden. Auch hier zählt vor allem das Vertrauen der Pferde in ihre Reiter, spontane Schaueinlagen der aufgestellen und energiesprühenden Freibergern können mit Sicherheit erwartet werden. 

 

Führzügelklasse

Kat. A bis 6 Jahre, Kat. B bis 10 Jahre.
Wie  es der Name schon sagt, wird das Pferd von einer erwachsenen Person geführt, wobei diese an
den Geschicklichkeitsposten nicht behilflich sein
darf.




Brückenwagenrennen Zwei- und Vierspänner

Hier sind die mutigsten  und erfahrensten Fahrer gefragt. Ins Zweispännige Rennen  kommt zusätzlich Spannung durch die Agasuler  Publikumswette, wobei der  Wetteinsatz gratis ist und aus den richtig getippten Wettscheinen jeweils drei Gewinner gezogen werden. Beim vierspännigen Brückenwagenrennen steht das ganze Publikum auf den Tischen und Bänken - der Höhepunkt des Festes.
(Letztmals wurde die Publikumswette 2007
ausgerufen).
 

 Trabfahren

Die meisten Freibergerpferde verfügen über einen raumgreifenden Trab, den sie hier auf der Rennbahn vor dem Wagen ausgiebig und eindrücklich demonstrieren. Der schnellste  gewinnt, aber Achtung: wer galoppiert, erhält Zeitzuschlag oder scheidet aus.

Wegen rückläufigen Nennungen ist das Trabfahren 2014 nicht ausgeschrieben.
  

 

Jetzt auch für Reiter!

Fassrenen

Die Fassrennen sind bei den Freizeitreitern und Fahrern
sowie bei den Zuschauern
sehr beliebt. Wir bieten das Fassrennen als Erssatz für das Trabfahren an.
 

Die Parcours werden mit 3 bis 4 Fässern als Kleeblatt
gebaut. Auf die Fässer können z.B. Pylonen mit Ball gestellt werden.
Wenn der Teilnehmer mit dem Pferd oder Wagen ein Fass berührt, sodass der Ball von der Pylone fällt, gibt es Zeitzuschlag. Wer ein Fass umwirft
scheidet aus.                                                         
         

 Bauernrennen

Hier messen sich vor  allem die jüngsten Reiter, ein Viertel sogar ohne Sattel, im  temporeichen Rennen in Feldern zu 8 bis 10 Pferden. Ein Riesenspass für  alle, denn die Pferde dürfen weder mit Sporen noch mit Peitschen  angetrieben werden, was zu vielen lustigen Manövern führt. Nach diesen  Rennen ist das Publikum heiser.
 

Springen, auch Trainings-Springen genannt 

 

Rückeprüfung 

Die Prüfung ist für Fuhrleute, die beruflich oder als Hobby arbeiten, geeignet.

Inhalt der Prüfung

Einen 5 Meter langen und 25 bis 30 cm dicken Baumstamm durch einen Geschicklichkeits-
parcours zu ziehen. Der Parcours kann auf einer Wiese, in einer Reithalle oder im Wald aufgestellt
sein.
Für Prüfungen welche im Wald gebaut werden,
kann der Baumstamm in Ausnahmefällen 4 Meter
lang sein.
 

Waage 

Bei diesem Hindernis ohne Pilonen soll der Holzstamm seitlich mit dem vorderen Teil aufgezogen werden und darnach in die Waage balanciert werden. 


Wäldchen

Dieses Hindernis wird meist mit vier Pilonen bestückt. Jeder abgeworfene Ball gibt fünf Strafpunkte.

Lothartor

Der Baumstamm wird bis zum Querstamm gezogen. Darnach muss das Pferd über diesen Stamm treten und die Fuhrperson muss den Zugstamm neu anhängen und unter dem Querstamm hervorziehen und weiterziehen lassen.


Rampe

Bei der Brücke sind vier Pilonen eingesetz. Zwei vor und zwei nach der Brücke. Jeder abgeworfene Ball gibt 5
Strafpunkte.


Zugertor

Beim Zugertor wird das Hindernis von der einen Seite angefahren. Der Zugstamm wird seitlich über das Hindernis zwischen Stamm und Pilone gezogen.
Danach wird das Hindernis in Längsrichtung verlassen.

  

Rückwärtstreten

Das Hindernis muss mindestens vier Meter lang sein. Das Innenmass beträgt immer 1 m.
Die Führperson führt das Pferd rückwärts zwischen den beiden Seitenlatten hindurch. Pro heruntergeworfene Latte gibt es fünf Strafpunkte
.

 

 

Poltern

Das Poldern ist immer das letzte Hindernis des Parcours und wird mit 50 Gutpunkten benotet. Der Zugstamm wird seitlich auf die beiden liegenden Stämme aufgezogen. Darnach wird er auf den beiden Stämmen ganz nach vorne gezogen, bis er vorne bündig liegt. Jeder Centimeter Differenz wird mit einem Zehntel Strafpunkt bestraft.

 

 

 


 

  

Aus der Presse

 Der traditionelle Marché Concours von Saignelegier, das Fest der Freibergerpferde im schweizerischen Jura, feierte kürzlich seinen hundersten Geburtstag. Zum zehnten Mal wurde am 17. August der Freibergertag von Agasul bei Winterthur durchgeführt, aber er weckte deswegen kein bisschen weniger Begeisterung. Niemand hatte an jenem Sonntag im Jahre 1988 ahnen können, was aus dem bescheidenen Treffen von einiger Freibergerfreunde in so kurzer Zeit entstehen würde.

Rund 300 Teilnehmer mit 275 Pferden sorgten dieses Jahr für Spass und Spannung, und wohl kaum einer der 10 000 Zuschauer war enttäuscht.
    Das Jubiläum wurde mit einer Gala-Abendschau am Samstag gefeiert. Zu den Stars zählten die Schwarzen Perlen des Friesenvereins Lichtenstein, die klassisch geritten wurden und eine Kollektion wunderschönen Wagen vorführten. Dass nicht nur Friesenpferde vorzügliche Anlagen für die parocke Dressur aufweisen, bewies der bekannte Freibergrehengst Castello aus dem eidgenösschischen Gestüt Avenches mit der Reiterin Marianne Burri. Ebenso beeindruckend war die spanische Kür, die Vreni Eschbach mit ihrem Freiberger im Damensattel präsentierte. Für Heiterkeit sorgte die komische Akrobatengruppe Herianos aus Appenzell.

    
Für viele Zuschauer war Bruno Isliker mit seinen Pferden, Schafen, Hunden und Kindern ein Höhepunkt in der Schau. Bruno Isliker, der in Winterthur neben einem Landwirtschafts- betrieb eine Reitschule mit Freibergern betreibt, ist mit seinen Vorführungen weit über die Grenzen bekannt. Zusammen mit OK-Chef Jakob Näf ist er der Hauptinitiant des Freibergertages. Zum Rahmenprogramm der Gala gehörten die bekannte Reitermusik Elgg, Demonstrationen der Ostschweizerischen Traingesellschaft und vielfälltige Vorführungen von Reitern und Gespannfahrern aus der Region.
    Spiel und Sport waren am Sonntag angesagt.Eine gedrängtes Programm sorgte den ganzen Tag für Unterhaltung und Spannung. Bei den Teilnehmern besonders beliebt waren auch in diesem Jahr die Reiterspiele, für die sich die Veranstalter anspruchsvolle, aber auch witzige Aufgaben ausgedacht hatten. Geschicklichkeit und Nerven waren in den Fahrparcours für Ein- und Zweispänner gefragt. Dass viele Freiberger über eine beeindruckende  Trabaktion verfügen, bewiesen sie auf der Rennbahn vor dem Wagen. Wie immer temporeich und spannend waren die vor allem bei der Jugend beliebten Bauernrennen mit und ohne Sattel, zu denen zahlreiche Gruppen zu je zehn Reitern antraten und in denen immer wieder einmal ein Pferd so seine eigenen Ideen hatte - nicht zuletzt, weil Peitsche und Sporen verboten waren.

Tollkühne Brückenwagenrennnen

    Die wohl grössten Publikumsmagneten aber waren die Brückenwagenrennen, die von den Fahrern eine ganze Menge Erfahrung und Mut verlangen. Bei den zweispännigen Rennen sorgte die Publikumswette für zusätzliche Spannung. Absoluter Höhepunkt des Tages aber war erneut das halsbrecherische vierspännige Brückenwagenrennen, das, man wundert sich, seit Jahren ohne Unfall über die Bühne gegangen ist. Dass manche Freiberger gerne Springen, konnte man in der letzten Prüfung des Tages erleben.
    Einmal mehr hat dieses Fest die vielseitigen, grossen Qualitäten des Schweizer Bauernpferdes gezeigt, das in jüngster Zeit sehr eindrucksvoll die Freizeitreiterszene im In- und Ausland erobert.

Monika und
Hans D. Dosenbach